Lafferder Markt

…die Zweite

Heute war es endlich soweit. Kurz nach dem Mittag starteten wir – der Schorschi und sein Frauchen -, hin zum Lafferder Markt, einem der größten Krammärkte in Norddeutschland. Der Lafferder Markt findet nur einmal, an zwei Tagen im Jahr statt. Ein Termin den alle kennen, denn jedes Jahr zur gleichen Zeit, am letzten Mittwoch und Donnerstag im September öffnet der Lafferder Markt, in Groß Lafferde, im Landkreis Peine seine Pforten. Und es ist diese Einzigartigkeit, dieses einmal im Jahr, was diesen Markt regional und überregional so beliebt macht.

So weit zu den obligatorischen Daten. Nach der Parkplatzsuche, die zum Glück nicht lange dauerte, machten wir uns auf den Weg. Hier und da geschaut, interessantes und schönes gesehen, aber natürlich auch Dinge die die Welt nicht benötigt. Gutes günstig aber auch stark überteuertes. Aber gut über den Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und was dem einem zu teuer ist, kauft dann der nächste. Diese Markttage begünstigen die Kauffreude der Mitmenschen und den Geldbeutel der Händler, aber so soll es ja auch sein. Keine Ware aus weltweit weg, sondern regional und vieles auch in liebevoller Handarbeit hergestellt, dass gefällt mir.

Wir konnten in aller Ruhe über den Markt schlendern und hatten Platz. Zu Essen haben wir eingekauft, alles was uns so richtig gut schmeckt. Holzofenbrot, Salami, Schmalzkuchen und so weiter. Als wir dann zum Auto gingen, fiel meiner Liebsten dann ein, dass wir vergessen haben, lecker Fischbrötchen einzukaufen. Net so schlimm, wir hatten ja trotzdem genug Futter. Zu Hause angekommen ging es dann auch schon los. Da bekam mein Frauchen einen derartigen Heisshunger auf Fischbrötchen, dass ich wirklich noch einmal los musste um Fischbrötchen zu kaufen. Wir hatten doch aber schon so vieles leckeres zu Hause, musste es denn nun ausgerechnet ein Fischbrötchen sein? Ja es musste. Ohne weiter rum zu murren, es hätte ehe nichts genutzt, machte ich mich nach 18:00 Uhr noch einmal auf den Weg zum Markt. Jetzt, vor dem baldigen Start des Feuerwerks, war schon die Parkplatzsuche ein Problem. Dann endlich opferte sich jemand um den Heimweg anzutreten und ich konnte wenigstens parken.

Dann auf dem Markt war es einfach nur voll, viel zu voll. Kaum noch ein durchkommen, die Menschenmassen schoben sich gemeinsam von einer Ecke in die nächste und ich wurde mit geschoben. Dann eine große Menschentraube und es ging nicht mehr weiter. Aus irgendeinem Grund ging es einfach nicht mehr weiter. Ich drehte um und hörte hinter mir den ach so schlauen Satz. „Die müssen doch einfach nur das Reisverschlussverfahren anwenden, dann geht das auch.“ Ach so, na dann hätte sich das kluge Kind doch einfach mal mit in die Masse stürzen sollen und ihr Reisverschlussverfahren anwenden müssen. Ich denke nicht lange darüber nach um zu wissen wie weit sie damit gekommen wäre, aber es ist ja alles so einfach. Ist ja hier alles wie beim Auto fahren, klar.

Wo war ich jetzt stehen geblieben? Ach ja, ich drehte ab und ging einen großen Umweg um an diesen einen, ganz bestimmten Fischstand zu gelangen. Ein Fischbrötchen, ja ein ganzes Fischbrötchen für die Liebste, die holde Maid. Das Vergnügen hat mich zwei Stunden Zeit gekostet, aber ich habe zumindest mal den Unterschied von der Nachmittags- zur Abendfülle beurteilen können. Mein Fazit: Lafferder Markt – die Zweite war zu voll, aber schön war es trotzdem, so wie in jedem Jahr.

Schorschi einst und heute